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Bi-Ber

Teilnehmer-AGB

Nutzer-/Teilnehmer-AGB für Bildungsurlaub-Berater

ENTWURF — anwaltliche Prüfung läuft (Stand: 6. Juli 2026)

Diese AGB liegt als Entwurfsfassung vor und wird derzeit anwaltlich geprüft; die geprüfte Endfassung wird an dieser Stelle veröffentlicht. Rechtliche Hinweise werden fortlaufend überprüft und bei Bedarf angepasst. Bei Unklarheiten oder Widersprüchen zwischen Text und tatsächlichem Plattform-Verhalten gilt die für Sie als Verbraucher günstigere Auslegung. Bitte kontaktieren Sie uns bei Fragen.

Rechtsdokumente der Plattform

Für jede Rolle gibt es einen eigenständigen Primärtext. Dieses Dokument ist die Nutzer-/Teilnehmer-AGB. Anbieter und Arbeitgeber haben jeweils einen eigenen Vertragstext mit eigener Zustimmung.

  • Teilnehmer (Sie sind hier): Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen — Buchung, Zahlung, Widerruf, Storno, Chat, Anerkennung, Gutscheine.
  • Anbieter: Anbieter-AGB — Registrierung/Freigabe, Plattform-Gebühren, Auszahlungen, Anbieter-Pflichten, Haftung.
  • Arbeitgeber: Arbeitgeber-AGB — Arbeitgeber-Portal, EMPLOYER-Codes, Zuschüsse, BildUrlG-Pflichten.

Zustimmung je Rolle: Teilnehmer stimmen diesen AGB bei der Registrierung und – bei Versionsänderung – erneut vor dem Buchen zu. Anbieter akzeptieren die Anbieter-AGB separat beim ersten Login ins Provider-Portal. Arbeitgeber akzeptieren die Arbeitgeber-AGB bei der Annahme der Einladung. Alle Zustimmungen werden mit Zeitstempel und Versionsnummer revisionssicher protokolliert (siehe §13).

Ergänzende Dokumente (für alle Rollen): Widerrufsbelehrung · Datenschutz · Impressum.

Inhaltsverzeichnis

  1. Geltungsbereich, Rolle der Plattform und Vertragspartner
  2. Nutzerkonto und Vertragsschluss
  3. Preise, Zahlung und Zahlungsabwicklung
  4. Widerrufsrecht für Verbraucher
  5. Stornierung, Rückerstattung und Anbieter-Absage
  6. Add-ons, Umbuchung und nachträgliche Änderungen
  7. Pflichten der Nutzer und Plattformregeln
  8. Kommunikation, Chat, Anhänge und Off-Platform-Erkennung
  9. Anerkennung, Teilnahmebestätigungen und Zertifikate
  10. Gutscheine, Rabattcodes und Arbeitgeber-Bezug
  11. Verfügbarkeit, technische Störungen und Haftung
  12. Datenschutz
  13. Streitbeilegung
  14. Änderung der Bedingungen, Versionierung und Re-Akzeptanz
  15. Schlussbestimmungen, anwendbares Recht, Gerichtsstand

Für andere Rollen: Anbieter-AGB (Kursanbieter) · Arbeitgeber-AGB (Unternehmen/Organisationen). Diese sind eigenständige Primärtexte und Bestandteil der jeweiligen Rollen-Zustimmung, nicht dieser Teilnehmer-AGB.

§1 Geltungsbereich, Rolle der Plattform und Vertragspartner

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für die Nutzung der Online-Plattform Bildungsurlaub-Berater, betrieben von Tammo Schumacher, Falkenberger Straße 49, 13088 Berlin (nachfolgend „Plattform" oder „wir"). Kontakt: kontakt@bildungsurlaub-berater.de. Vollständige Anbieter-Angaben siehe Impressum.

Die Plattform tritt als technischer Vermittler zwischen Nutzerinnen und Nutzern (nachfolgend einheitlich „Nutzer") und Kursanbietern (nachfolgend „Anbieter") auf. Vertragspartner für den Kurs ist ausschließlich der jeweilige Anbieter. Die Plattform ist nicht Veranstalterin der Kurse, leistet keine pädagogische Aufsicht und schuldet keine Kursdurchführung.

Diese AGB gelten für alle Nutzer, die über die Plattform Bildungsurlaubs- oder vergleichbare Weiterbildungskurse suchen, anfragen, buchen oder sich dafür registrieren. Für Kursanbieter gilt die eigenständige Anbieter-AGB. Für Arbeitgeber-Organisationen gilt die eigenständige Arbeitgeber-AGB. Beide Texte werden in ihren jeweiligen Rollen-Flows gesondert zur Zustimmung vorgelegt und sind nicht Bestandteil dieser Teilnehmer-AGB.

Abweichenden oder entgegenstehenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Nutzer wird ausdrücklich widersprochen. Sie finden keine Anwendung, es sei denn, wir stimmen ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.

§2 Nutzerkonto und Vertragsschluss

Die Registrierung auf der Plattform ist kostenlos und steht ausschließlich Personen ab 18 Jahren mit voller Geschäftsfähigkeit offen. Die Angaben im Profil (insbesondere Name, Wohnort, Arbeitsort/Bundesland) müssen wahrheitsgemäß und aktuell sein.

Eine Kursbuchung läuft technisch in mehreren Schritten ab. Die maßgeblichen Statuswerte sind in der Plattform sichtbar und werden in E-Mail-Benachrichtigungen verwendet:

  • Angefragt (REQUESTED): Der Nutzer gibt eine Buchungsanfrage ab. Diese stellt ein verbindliches Angebot des Nutzers an den Anbieter dar, ist aber noch kein Buchungsvertrag.
  • Rückfrage nötig (NEEDS_INFO): Der Anbieter hat eine Rückfrage zur Anfrage gestellt; der Nutzer wird im Buchungs-Chat um eine Antwort gebeten. Der Status kehrt nach Beantwortung in der Regel zu REQUESTED oder direkt in den nächsten Schritt zurück.
  • Warte auf Arbeitgeber-Genehmigung (ON_HOLD): Der Anbieter hat die Anfrage akzeptiert; bei Bildungsurlaubs-Buchungen wartet das System nun auf die Entscheidung des vom Nutzer benannten Arbeitgeber-Kontakts. Die Kapazität ist in diesem Zustand noch nicht verbindlich blockiert. Wird die Genehmigungs- bzw. ON_HOLD-Frist nicht eingehalten, kann der Status automatisch auf EXPIRED wechseln.
  • Warteliste (WAITLISTED): Der Arbeitgeber hat genehmigt, im Kurs/Termin ist aber aktuell kein Platz frei. Wird ein Platz frei, kann das System die Buchung nach Reihenfolge auf RESERVED setzen; ein Anspruch auf einen Platz besteht nicht.
  • Reserviert (RESERVED): Der Anbieter hat die Anfrage bestätigt und – falls Bildungsurlaub angefragt war – der Arbeitgeber hat genehmigt. Innerhalb der angezeigten Zahlungsfrist wird der Buchungsbetrag über Stripe Checkout fällig; die Kapazität ist verbindlich blockiert. Wird die Zahlungsfrist nicht eingehalten, kann die Reservierung automatisch verfallen.
  • Gebucht (BOOKED) / Bezahlt (PAID): Mit erfolgter Zahlungsabwicklung über Stripe oder mit dokumentierter Privatzahlungs-Vereinbarung kommt der Kursvertrag zwischen Nutzer und Anbieter endgültig zustande. PAID ist ein Legacy-Alias und wird in der Plattform als BOOKED dargestellt.
  • Eingetragen (SCHEDULED): Die Buchung ist gebucht und steht aktiv im Kurs-/Terminkalender. Folgt in der Regel auf BOOKED.
  • Abgeschlossen (COMPLETED), Abgelehnt (DECLINED), Storniert (CANCELLED_BY_USER / CANCELLED_BY_PROVIDER), Erstattet (REFUNDED), Abgelaufen (EXPIRED), Streitfall offen (DISPUTE_OPEN): nachgelagerte Status, deren Folgen in §5 und §5a beschrieben sind. DECLINED bedeutet, dass die Anfrage vom Anbieter oder Arbeitgeber abgelehnt wurde; eine Zahlung ist nicht möglich, die regulären Storno-/Erstattungsregeln gelten weiterhin.

Die Vertragssprache ist Deutsch. Buchungsbestätigungen, Rechnungen und Systemnachrichten bleiben über das Nutzerkonto und per E-Mail abrufbar. Eine Buchungsbestätigung oder ein Stripe-Zahlungsbeleg ersetzt keine steuerlich vollständige Rechnung im Sinne von §14 UStG; soweit der Anbieter eine solche Rechnung schuldet, stellt er sie selbst aus.

Die Plattform kann einzelne Buchungsanfragen, Zahlungen oder Funktionen vorübergehend pausieren (z. B. zur Wartung, bei Sicherheitsvorfällen oder zur Missbrauchsabwehr). Bestehende, bereits zustande gekommene Verträge zwischen Nutzer und Anbieter bleiben hiervon unberührt.

§3 Preise, Zahlung und Zahlungsabwicklung

Alle auf der Plattform angezeigten Preise sind Endpreise in Euro. Für Verbraucher sind die gesetzlich geltenden Steuern (insbesondere Umsatzsteuer, sofern anwendbar) bereits enthalten. Für Unternehmer im Sinne von §14 BGB können die Preise zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer ausgewiesen sein; dies wird auf der Kursseite kenntlich gemacht.

Zur Buchung speichert die Plattform einen Preis-Snapshot (Buchungsbetrag, Plattform-Provision, Auszahlungsanteil des Anbieters, eingelöste Gutscheine). Dieser Snapshot ist die Grundlage für Zahlung, Belege, Auszahlung und etwaige Erstattung. Spätere Preisänderungen am Kurs wirken sich auf eine bereits abgegebene Buchung nicht rückwirkend aus.

a) Zahlung über Stripe (Standardweg)

  • Zahlungsmethoden: Kreditkarte, SEPA-Lastschrift und weitere von Stripe in Deutschland unterstützte Verfahren.
  • Fälligkeit: Sobald der Anbieter die Buchung reserviert (RESERVED), wird der Buchungsbetrag innerhalb der angezeigten Zahlungsfrist über Stripe Checkout fällig. Wird nicht fristgerecht gezahlt, kann die Reservierung verfallen.
  • Zahlungsabwicklung: Die Zahlung wird über die Stripe Payments Europe Ltd., 1 Grand Canal Street Lower, Grand Canal Dock, Dublin, D02 H210, Irland, abgewickelt.
  • Vermittlerrolle / Marketplace: Die Plattform vermittelt die Zahlung über Stripe direkt an den Anbieter (Stripe Connect Direct Charge). Die Plattform ist zu keinem Zeitpunkt Empfänger oder Inhaber des Zahlbetrags. Stripe behält die Plattform-Provision (Application Fee) automatisch vom Brutto-Betrag ein; der Restbetrag wird dem Anbieter auf seinem Stripe-Connect-Saldo gutgeschrieben. Stripe zahlt diesen Betrag gemäß dem vom Anbieter gewählten Auszahlungs-Schedule (14, 21 oder 30 Tage Verzögerung) automatisch auf das hinterlegte Bankkonto des Anbieters aus.
  • Erstattungen und Auszahlungs-Verzögerung: Der von Ihnen gezahlte Betrag wird im Modell Stripe Connect (Direct Charge) dem Zahlungskonto (Connected Account) des Anbieters gutgeschrieben. Solange noch keine Auszahlung von diesem Saldo auf das Bankkonto des Anbieters erfolgt ist, kann eine Erstattung in der Regel technisch aus diesem Saldo verarbeitet werden. Maßgeblich sind die Abläufe bei Stripe; die Plattform ist nicht Verwahrerin des Geldes und behauptet keinen eigenen Treuhand-Anspruch.
  • Stripe-Gebühren (Verarbeitung): Gebühren des Zahlungsdienstleisters Stripe werden typischerweise vom Saldo des Connected Accounts des Anbieters einbehalten. Sie sind nicht als gesonderter Aufpreis auf dem für Sie ausgewiesenen Bruttobuchungsbetrag ausgewiesen. Höhe und Zeitpunkt ergeben sich aus Ihrem Zahlungsablauf und den Angaben im Stripe-/Kontext des Anbieters (Balance Transactions).

b) Privatzahlung / Direktzahlung an den Anbieter

Bei einzelnen Buchungen kann zwischen Nutzer und Anbieter eine direkte Zahlung außerhalb von Stripe vereinbart werden (z. B. Rechnung des Anbieters, Vorkasse, Zahlung vor Ort). Die Plattform kennzeichnet solche Buchungen als „Privatzahlung" bzw. „PRIVATE_AFTER_COURSE".

  • Die Plattform wickelt in diesem Fall keine Zahlung ab und ist nicht Empfänger des Geldbetrags.
  • Zahlungstermin, Zahlungsmittel, Mahnwesen und Beweislast richten sich nach der Vereinbarung mit dem Anbieter und dessen Konditionen.
  • Der bei der Buchung auf der Plattform ausgewiesene Endpreis gilt unabhängig davon, ob du online über Stripe oder per privater Abstimmung zahlst – eine private Abwicklung ist kein Rabattweg. Hinweis (anwaltlich zu prüfen): Ob der Anbieter dir gegenüber anderen Kanälen oder seiner eigenen Website weitere Preisgleichheit schuldet, bleibt gesondert zu klären.
  • Eine Plattform-Provision kann der Anbieter dennoch schulden; sie wird in diesem Fall direkt zwischen Anbieter und Plattform abgerechnet und betrifft den Nutzer nicht.
  • Privatzahlungs-Buchungen unterliegen denselben Plattformregeln (insb. §6 und §7), insbesondere dem Verbot, die Plattform aktiv zu umgehen, solange die Buchung noch nicht endgültig gebucht und bezahlt ist.

c) Verzug und Folgen

Wird ein fälliger Betrag nicht rechtzeitig gezahlt, ist die Plattform berechtigt, die Reservierung verfallen zu lassen oder die Buchung zu stornieren. Eine etwaige Stornierungsgebühr ergibt sich aus §5 dieser AGB.

d) Belege, Rechnungen und steuerliche Nutzung

Die Plattform kann Buchungsbestätigungen, Stripe-Zahlungsbelege, Dokumentenlinks und CSV-Übersichten bereitstellen. Diese Unterlagen dienen der Nachvollziehbarkeit der Buchung und Zahlung.

  • Keine pauschale Steuerzusage: Ob und in welchem Umfang Kurskosten als Werbungskosten, Sonderausgaben oder Betriebsausgaben berücksichtigt werden können, hängt vom Einzelfall ab. Die Plattform erteilt keine Steuerberatung.
  • Anbieterrechnung: Eine steuerlich vollständige Rechnung über die Bildungsleistung stellt grundsätzlich der jeweilige Anbieter aus, soweit sie gesetzlich oder vertraglich erforderlich ist. Ein Stripe-Zahlungsbeleg oder eine Buchungsbestätigung ersetzt diese Rechnung nicht automatisch.
  • Privatzahlung: Bei Zahlung außerhalb von Stripe liegen Zahlungsnachweis und Rechnung beim Anbieter bzw. beim vereinbarten Zahlungsweg.

§4 Widerrufsrecht für Verbraucher

Verbraucherinnen und Verbraucher haben das gesetzliche Widerrufsrecht nach §355 BGB. Eine ausführliche Widerrufsbelehrung sowie das Muster-Widerrufsformular finden sich gebündelt unter Widerruf.

Widerrufsfrist

Die Widerrufsfrist beträgt 14 Tage ab dem Tag des Vertragsschlusses (Buchungsbestätigung bzw. Statuswechsel auf BOOKED). Um das Widerrufsrecht auszuüben, genügt eine eindeutige Erklärung (z. B. per E-Mail an kontakt@bildungsurlaub-berater.de) gegenüber der Plattform oder gegenüber dem jeweiligen Anbieter.

Vorzeitiger Dienstleistungsbeginn

Gemäß §356 Abs. 4 BGB erlischt das Widerrufsrecht vorzeitig, wenn die Dienstleistung (d. h. der Kurs) vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt und der Nutzer dem ausdrücklich zugestimmt sowie seine Kenntnis vom Erlöschen des Widerrufsrechts bestätigt hat. Diese Zustimmung wird im Buchungsprozess eingeholt und im Buchungsdatensatz dokumentiert.

Folgen des Widerrufs

Im Fall eines wirksamen Widerrufs werden bereits geleistete Zahlungen über die ursprüngliche Zahlungsmethode erstattet. Bei Stripe-Zahlungen kann die Gutschrift bis zu 10 Werktage in Anspruch nehmen. Bei Privatzahlung erfolgt die Rückabwicklung direkt zwischen Nutzer und Anbieter.

§5 Stornierung, Rückerstattung und Anbieter-Absage

Die Stornierungsbedingungen werden vom Anbieter pro Kurs/Termin festgelegt und vor der Buchung sichtbar angezeigt. Die zum Buchungszeitpunkt geltenden Bedingungen werden bei der Buchung als Snapshot auf der Buchung gespeichert (cancellation_policy_snapshot) und bleiben für diese Buchung verbindlich, auch wenn der Anbieter seine Stornoregeln später ändert.

a) Anbieter-Staffel und Standard-Stornierungsrichtlinie

Entwurf – anwaltliche Prüfung ausstehend. Dieser Abschnitt wurde an die tatsächlich auf der Plattform hinterlegte Storno-Logik angeglichen. Die nachfolgende Prozent-Staffel ist ausdrücklich nur ein Beispiel und keine feste Zusage.

Die verbindlichen Erstattungs-Prozentsätze und Fristen legt der jeweilige Anbieter pro Kurs/Termin fest; sie werden vor der Buchung angezeigt und zum Buchungszeitpunkt als Snapshot festgehalten (siehe oben). Hat der Anbieter keine eigene Storno-Staffel hinterlegt, gilt für die betreffende Buchung die auf der Plattform voreingestellte Standard-Regelung. Diese Voreinstellung erstattet derzeit bei rechtzeitiger Stornierung bis zu 100 % des Buchungsbetrags; ein einzelner fester Prozentwert wird in diesen AGB nicht garantiert, da der maßgebliche Wert aus dem Buchungs-Snapshot folgt.

Beispielhafte Staffel (nur zur Veranschaulichung, gemessen am Kursbeginn – die wirklich geltenden Werte siehst du in deinen Buchungsdetails):

  • Früh vor Kursbeginn (z. B. bis 14 Tage): hohe Erstattung, im Beispiel bis zu 100 %.
  • Näher am Kursbeginn (z. B. 7 bis 13 Tage): reduzierte Erstattung, im Beispiel etwa 50 %.
  • Kurzfristig (z. B. weniger als 7 Tage): ggf. kein Erstattungsanspruch.

Maßgeblich für die Frist ist der Eingang einer eindeutigen Stornoerklärung bzw. Erstattungsanfrage über die Plattform (Buchungsdetails → Storno- und/oder Erstattungsanfrage, je nach Buchungsstatus und Verfügbarkeit) oder per E-Mail. Tag und Uhrzeit der Erklärung werden auf der Buchung dokumentiert.

b) Storno durch den Anbieter (volle Erstattung)

Entwurf – anwaltliche Prüfung ausstehend. Diese Regelung wurde an §§ 307, 309 BGB und an das tatsächliche Plattform-Verhalten angeglichen: Absagen aus der Sphäre des Anbieters/Erfüllungsgehilfen werden in voller Höhe erstattet.

Sagt der Anbieter einen Kurs ab oder verschiebt er ihn wesentlich (Status CANCELLED_BY_PROVIDER), und hast du diese Absage nicht zu vertreten, so wird die Buchung plattformseitig storniert und der von dir gezahlte Buchungsbetrag vollständig (100 %) erstattet. Das gilt für alle Absagen aus der Sphäre des Anbieters oder eines von ihm eingesetzten Erfüllungsgehilfen (z. B. Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl, organisatorische Gründe, Ausfall der Dozentin oder des Dozenten). Eine die Erstattung kürzende Storno-Staffel nach Abschnitt a) kommt in diesem Fall nicht zur Anwendung. Ein etwaiger weitergehender Schadensersatzanspruch gegen den Anbieter (z. B. für Reise- oder Stornokosten Dritter) bleibt unberührt.

c) No-Show, Krankheit und Härtefälle

Erscheint der Nutzer ohne rechtzeitige Stornierung nicht zum Kurs (No-Show), besteht kein automatischer Erstattungsanspruch; es gelten die unter a) bzw. die anbieterseitig festgelegten Bedingungen. Zusätzliche Formulierungen zu Krankheit in den hinterlegten Stornovorlagen haben keine automatische Rechenwirkung auf den Erstattungsbetrag; Krankheit / Attest können nur im Kulanz- oder Einzelfall gesondert geprüft werden (nicht über einen automatisierten Workflow). Derartige Fälle können über das Support-Postfach gemeldet werden und werden nach billigem Ermessen geprüft.

d) Refund-Request / Kulanz

In frühen Buchungsphasen (z. B. Buchungsanfrage, Reservierung ohne abgeschlossene Online-Zahlung über die Plattform) kann eine Nutzer-Stornierung die Buchung auf Storniert durch Nutzer (CANCELLED_BY_USER) setzen, sofern die Plattfunktion hierfür angezeigt wird.

Nach eingetretener Buchung bzw. nach erfolgter Online-Zahlung über die Plattform (typische Status „Gebucht“ / „Geplant“) erfolgt keine Erstattung allein durch einen Storno-Klick; die unter a) bzw. anbieter-seitig festgelegten Quoten dienen als Berechnungsbasis für eine anschließende Erstattungsanfrage (Refund-Request), die der Nutzer in den Buchungsdetails (oder im Buchungs-Chat) stellt.

Der konkrete Erstattungsvorgang wird über diesen Refund-Request ausgelöst und technisch abgewickelt, sobald der Anbieter zustimmt (bzw. nach begründeter Kulanzentscheidung des Plattform-Supports). Über den Refund-Request entscheidet der Anbieter; in begründeten Härtefällen kann der Plattform-Support eingreifen. Die Entscheidung (auch ablehnend) wird per System- und E-Mail-Nachricht dokumentiert. Eine Stornierung ohne nachfolgenden Refund-Request löst keine automatische Erstattung aus.

e) Auszahlung und Token-Verhalten

Erstattungen über Stripe werden über die ursprüngliche Zahlungsmethode rückabgewickelt (in der Regel 5–10 Werktage). Die Plattform-Provision (Application Fee) wird im Direct-Charges-Modell in der Regel anteilig mit erstattet, soweit die zu der Buchung gehörenden Stripe-Parameter das vorsehen. Eingelöste Gutscheine, Tokens oder Rabattcodes werden bei einer bezahlten Buchung im Refund-Fall aktuell nicht automatisch neu ausgestellt. Eine Wiederausstellung erfolgt nur nach gesonderter Support-Entscheidung. Bei Privatzahlung regelt sich die Rückerstattung direkt zwischen Nutzer und Anbieter.

f) Sonderfälle (Tod, Anbieter-Insolvenz, Arbeitgeber, Chargeback)

Entwurf – anwaltliche Prüfung ausstehend. Die folgenden Regelungen zu seltenen, aber wichtigen Sonderfällen wurden ergänzt, um sie ausdrücklich und verbraucherfair zu klären.

  • Tod der teilnehmenden Person / Erben: Verstirbt die teilnehmende Person vor oder während des Kurses, kann die Buchung von den Erben oder von dir formlos (Nachweis genügt) storniert werden. In diesem Härtefall wird der noch nicht durch eine bereits erbrachte Kursleistung verbrauchte Anteil des Buchungsbetrags ohne Storno-Abzug erstattet; eine Storno-Staffel nach Abschnitt a) findet keine Anwendung. Bereits eingelöste Gutscheine werden in diesem Fall nach Support-Prüfung berücksichtigt.
  • Insolvenz des Anbieters: Vertragspartner des Kurses ist allein der jeweilige Anbieter (§1). Wird über sein Vermögen ein Insolvenzverfahren eröffnet, richten sich deine Ansprüche gegen den Anbieter bzw. die Insolvenzmasse. Da die Zahlung im Modell Stripe Connect (Direct Charge) direkt dem Zahlungskonto des Anbieters gutgeschrieben wird, ist die Plattform nicht Inhaberin oder Verwahrerin dieses Geldes und kann eine Erstattung nur veranlassen, soweit auf dem Connected-Account des Anbieters bei Stripe noch Guthaben vorhanden ist oder ein Rückbuchungsweg besteht. Die Plattform unterstützt dich nach Kräften (Belege, Stripe-Referenzen, Weiterleitung), schuldet aber selbst keine Erstattung aus eigenem Vermögen und übernimmt keine Garantie- oder Einstandshaftung für die Solvenz des Anbieters.
  • Ablehnung durch den Arbeitgeber nach Zahlung: Lehnt dein Arbeitgeber den Bildungsurlaub erst nach erfolgter Zahlung ab oder widerruft er eine bereits erteilte Genehmigung, gilt dies als von dir nicht zu vertretender Härtefall. Du kannst die Buchung stornieren; die Erstattung richtet sich nach der zum Buchungszeitpunkt gespeicherten Storno-Staffel des Anbieters, wobei der Plattform-Support in begründeten Fällen auf eine kulanzweise höhere Erstattung hinwirken kann. Die Entscheidung des Arbeitgebers selbst liegt außerhalb des Einflussbereichs der Plattform (§10).
  • Streit über die Arbeitgeber-Identität: Bestreitet eine als Arbeitgeber benannte Stelle, die Genehmigung erteilt oder den Genehmigungs-Kontakt autorisiert zu haben, dokumentiert die Plattform den technischen Vorgang (Zeitpunkt, bestätigende E-Mail-Adresse, abgegebene Erklärung) und stellt diese Nachweise den Beteiligten zur Klärung bereit. Das Risiko, die Genehmigungs-E-Mail an die richtige, tatsächlich berechtigte Person geleitet zu haben, trägt die buchende Person (siehe auch die Arbeitgeber-AGB). Eine inhaltliche Prüfung der Vertretungsberechtigung schuldet die Plattform nicht.
  • Rückbuchung / Chargeback durch dich: Eine Rückbuchung (Chargeback) über deine Bank oder deinen Kartenanbieter ersetzt nicht die vertraglich vorgesehene Storno- oder Erstattungsanfrage und kann zu einer Belastung des Anbieters mit Brutto-Betrag und Chargeback-Gebühr führen. Stellt sich heraus, dass die Rückbuchung ohne berechtigten Grund (insbesondere bei wirksam erbrachter Kursleistung) erfolgte, kann der Anbieter den entsprechenden Betrag von dir zurückverlangen. Bitte nutze daher vorrangig die Storno-/Erstattungsfunktion oder das Support-Postfach; eine unberechtigte Rückbuchung kann zudem zu einer Einschränkung des Nutzerkontos nach §6 führen.

§5a Add-ons, Umbuchung und nachträgliche Änderungen

Anbieter können einem Kurs/Termin Add-ons (z. B. Material, Verpflegung, Unterkunft, Variantenpreise) hinzufügen. Bei der Buchung werden die gewählten Add-ons zusammen mit dem Hauptpreis als Snapshot gespeichert.

Eine nachträgliche Änderung der Buchung (Termin-Wechsel, Hinzufügen/Entfernen eines Add-ons, Personenanzahl bei Variantenpreisen) ist nur einvernehmlich möglich. Der Nutzer stellt dazu in den Buchungsdetails eine Änderungsanfrage; der Anbieter (oder hilfsweise der Plattform-Support) entscheidet darüber. Erst mit ausdrücklicher Annahme durch den Anbieter wird die Änderung wirksam. Die Plattform berechnet hierbei den rechnerischen Preisunterschied (price_delta) und aktualisiert den Buchungs-Snapshot.

Differenzbeträge bei bezahlten Stripe-Buchungen: Bei bereits über Stripe bezahlten Buchungen wird ein positiver Differenzbetrag automatisch über einen separaten Stripe-Checkout-Link nachgezogen; die Änderung wird erst nach Eingang der Differenzzahlung auf den Buchungs-Snapshot angewendet (Status AWAITING_DELTA_PAYMENT). Ein negativer Differenzbetrag wird automatisch als Teilerstattung über Stripe ausgelöst; die Plattform-Provision (Application Fee) wird dabei anteilig zurückgegeben.

Privatzahlung und unbezahlte Buchungen: Bei Privatzahlungs-Buchungen sowie bei Stripe-Buchungen, für die noch keine Zahlung verbucht ist, wird die Änderung nach Annahme durch den Anbieter sofort übernommen; ein etwaiger Differenzbetrag wird zwischen Nutzer und Anbieter direkt abgerechnet (z. B. über die nächste reguläre Zahlung, eine separate Rechnung des Anbieters oder eine Anpassung im Buchungs-Chat).

Solange eine Differenzzahlung noch aussteht, gilt der bisher gezahlte Betrag; eine Add-on-Auswahl wird in diesem Fall noch nicht als verbindlich verbucht. Eine eigenmächtige Änderung des Buchungsumfangs ohne Annahme durch den Anbieter ist nicht vorgesehen.

Termin-Verschiebungen oder Umbuchungen, die durch den Anbieter veranlasst werden, gelten als wesentliche Vertragsänderung; widerspricht der Nutzer der Verschiebung in Textform innerhalb angemessener Frist, gilt die Buchung als vom Anbieter storniert (siehe §5 b).

Wegfall eines gebuchten Add-ons – wer ihn verursacht, trägt ihn (Entwurf – anwaltliche Prüfung ausstehend): Storniert oder entfernt der Anbieter ein bereits gebuchtes Add-on (z. B. weil eine Zusatzleistung wie Unterkunft, Verpflegung oder Material nicht mehr bereitgestellt werden kann), so wird dieses Add-on in voller Höhe erstattet; der übrige Buchungsbetrag und die Storno-Staffel nach §5 bleiben hiervon unberührt. Wählst hingegen du ein gebuchtes Add-on nachträglich ab oder stornierst es, richtet sich eine etwaige Erstattung nach der zum Buchungszeitpunkt gespeicherten regulären Storno-Staffel (§5 a); ein bereits durch den Anbieter erbrachter Teil der Zusatzleistung kann dabei abgezogen werden.

§6 Pflichten der Nutzer und Plattformregeln

Nutzer der Plattform sind insbesondere verpflichtet:

  • Korrekte Angaben: bei Registrierung und Buchung wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen, insbesondere zum Wohn-/Arbeitsort und Bundesland (relevant für die Bildungsurlaubs-Anerkennung).
  • Mindestalter: die Plattform ist nur für Personen ab 18 Jahren mit voller Geschäftsfähigkeit zugänglich.
  • Zugangsdaten: Zugangsdaten und ggf. eingerichtete Zwei-Faktor-Verfahren sicher aufzubewahren und Dritten nicht zugänglich zu machen.
  • Faire Kommunikation: die Plattform-Kommunikation nicht zu missbrauchen (keine Spam-, Werbe- oder beleidigenden Inhalte, keine Ansprache zu plattformfremden Angeboten).
  • Off-Platform-Umgehungsverbot: Buchungen, Zahlungen und Vertragsabschlüsse für Kurse, die über die Plattform vermittelt werden, sind grundsätzlich über die Plattform abzuwickeln. Der Austausch von Kontaktdaten oder Zahlungsaufforderungen vor dem Status BOOKED+PAID, mit dem Ziel die Plattform-Vermittlung zu umgehen, ist untersagt. Die Plattform kann solche Versuche automatisch erkennen und kennzeichnen (siehe §7).
  • Inhalte/Anhänge: keine rechtswidrigen, beleidigenden, persönlichkeitsverletzenden oder urheberrechtswidrigen Inhalte hochzuladen; keine Kontakt- oder Zahlungsdaten in Bildanhängen zu teilen, solange die Buchung nicht endgültig gebucht und bezahlt ist.
  • Bewertungen: Kursbewertungen ausschließlich auf eigene tatsächliche Teilnahme zu stützen; keine Schmäh- oder Konkurrenz-Bewertungen.

Bei Verstößen gegen diese Pflichten kann die Plattform das Nutzerkonto verwarnen, einschränken, sperren oder kündigen sowie entstandene Schäden geltend machen. Bei konkreten Anhaltspunkten für Rechtsverstöße kann die Plattform betroffene Daten an zuständige Stellen übermitteln, soweit gesetzlich geboten.

§7 Kommunikation, Chat, Anhänge und Off-Platform-Erkennung

Zu jeder Buchung wird ein Buchungs-Chat zwischen Nutzer und Anbieter eingerichtet. Über diesen Chat werden buchungsbezogene Nachrichten, Status-Updates (Systemnachrichten), Buchungs-Widgets sowie Datei-Anhänge ausgetauscht.

  • Anhänge: Es können Bilder (JPG/PNG/WebP/HEIC, in der Regel bis 5 MB) sowie PDF-Dokumente (in der Regel bis 10 MB) hochgeladen werden. Anhänge sind über signierte Links nur den jeweiligen Thread-Teilnehmern und ggf. Plattform-Support zugänglich.
  • Off-Platform-Erkennung: Die Plattform analysiert Chat-Inhalte automatisiert auf Hinweise für Off-Platform-Umgehung (z. B. Kontaktdaten, Zahlungsaufforderungen außerhalb der Plattform), insbesondere bevor eine Buchung endgültig gebucht und bezahlt ist. Bei einem Treffer wird die jeweilige Nachricht für den Sender als Warnung markiert; Anbieter und Plattform-Support können einen entsprechenden Hinweis ohne den konkreten erkannten Inhalt sehen. Die Inhalte selbst werden nicht zusätzlich an Dritte weitergegeben.
  • Kontaktfreigabe: Direkte Kontaktdaten des Anbieters (E-Mail/Telefon) sind erst nach Vertragsschluss und Zahlungseingang sichtbar (Status BOOKED + PAID, bei Privatzahlung nach dokumentierter Bestätigung).
  • Moderation/Support: Plattform-Support kann zur Streitbeilegung zugewiesen werden und Threads einsehen. Eine permanente Live-Überwachung findet nicht statt.

Nähere Hinweise zur Verarbeitung von Chat-Inhalten und Anhängen finden sich in der Datenschutzerklärung.

§8 Anerkennung, Teilnahmebestätigungen und Zertifikate

Ob ein Kurs als Bildungsurlaub im jeweiligen Bundesland anerkannt ist, ergibt sich aus den vom Anbieter hinterlegten Anerkennungs-Nachweisen. Die Plattform zeigt für jede anerkannte Bundesland-Kombination einen entsprechenden Hinweis auf der Kursdetail-Seite an.

  • Liegt für das vom Nutzer angegebene Arbeits-Bundesland keine aktive Anerkennung vor und wählt der Nutzer den Buchungsmodus „Bildungsurlaub", wird die Buchung systemseitig abgelehnt. In diesem Fall kann auf „Normaler Urlaub" umgeschaltet werden.
  • Sind Anerkennungs-PDFs durch den Anbieter hinterlegt und für die Mitsendung freigegeben (share_with_booking), werden diese mit der Buchungsbestätigungs- bzw. Reservierungs-E-Mail an den Nutzer mitgeschickt, damit sie für den Arbeitgeber-Antrag genutzt werden können.
  • Eine durch die Plattform mitgeschickte Anerkennungs-Datei ersetzt nicht den Anerkennungs-Antrag bzw. die individuelle Genehmigung durch den Arbeitgeber.
  • Teilnahmebestätigungen und Zertifikate werden vom Anbieter ausgestellt; die Plattform stellt hierzu Vorlagen, ein Verifizierungs-Tool sowie ggf. ein PDF-Modul bereit. Die inhaltliche Richtigkeit verantwortet der Anbieter.

Ein Anspruch auf eine bestimmte Bundesland-Anerkennung oder auf eine bestimmte Förderung besteht gegenüber der Plattform nicht.

§9 Gutscheine, Rabattcodes und Arbeitgeber-Bezug

Die Plattform unterstützt verschiedene Vergünstigungs-Mechanismen. Sie sind jeweils nur zum Zeitpunkt der Buchung einlösbar; eine nachträgliche Anrechnung auf bereits abgeschlossene Buchungen ist ausgeschlossen.

  • Rabattcodes (öffentlich oder personalisiert): reduzieren den Preis nach den vom Anbieter bzw. der Plattform hinterlegten Regeln; Mehrfach-Stacking mit anderen Codes/Tokens ist nicht möglich (Single-Token-Regel).
  • Plattform-finanzierte Aktionsgutschriften (z. B. Newsletter-Bonus, Freunde-werben): werden von der Plattform aus ihrer Vermittlungsprovision getragen. Der je Buchung anrechenbare Betrag ist deshalb auf die Höhe der Plattform-Provision der jeweiligen Buchung (abzüglich einer geringen Schutzmarge) begrenzt; bei sehr günstigen Kursen kann der angerechnete Rabatt entsprechend unter dem Nennwert liegen. Der jeweils anrechenbare Betrag wird im Checkout ausgewiesen. Aktionsgutschriften werden unentgeltlich ausgegeben, sind nicht auszahlbar und gelten mit der Einlösung als vollständig verbraucht.
  • Erstbuchungs-Gutschriften: Einzelne Aktionsgutschriften (z. B. der Willkommens-Bonus für geworbene Nutzer) sind auf die erste Buchung eines Nutzerkontos beschränkt und werden einmalig je Person ausgegeben.
  • Kurs- oder anbietergebundene Aktionscodes: Aktionscodes können auf bestimmte Kurse oder Anbieter beschränkt sein; die Beschränkung wird bei der Einlösung serverseitig geprüft und im Checkout mitgeteilt.
  • Aktionsprogramme: Prämien-Programme (z. B. Freunde werben, Newsletter-Bonus) sind freiwillige, unentgeltliche Aktionen der Plattform. Beträge und Bedingungen können mit Wirkung für die Zukunft angepasst oder beendet werden; bereits ausgegebene Gutschriften behalten ihren Wert bis zu ihrem Verfallsdatum. Ergänzend gelten die bei der jeweiligen Aktion angezeigten Bedingungen (etwa: Werber-Gutschrift erst nach Kurs-Abschluss der geworbenen Buchung; keine Eigenwerbung).
  • Tokens (z. B. Referral-/Plattform-Tokens): einmal einlösbare Gutschriften mit Verfallsdatum (expires_at); können vor Buchung widerrufen werden (revoked_at); werden bei einer unbezahlten Stornierung in der Regel wieder freigegeben, bei einem Refund nach bereits erfolgter Zahlung jedoch nicht automatisch neu ausgegeben.
  • Arbeitgeber-Gutschein (EMPLOYER-Token): ein vom Arbeitgeber an den Mitarbeitenden weitergegebener Rabatt-Token; wirkt im Teilnehmer-Checkout wie ein Gutschein.
  • Arbeitgeber-Zuschuss (Contribution): ein optional vom Arbeitgeber separat geleisteter Beitrag; läuft über einen eigenen Zahlungspfad und ist nicht Teil des Teilnehmer-Checkouts. Storno und Erstattung von Buchung und Zuschuss werden getrennt behandelt.

Der Bildungsurlaub setzt in der Regel eine schriftliche oder elektronische Genehmigung des Arbeitgebers voraus. Die Plattform stellt hierzu einen Genehmigungs-Link an den vom Nutzer benannten Arbeitgeber-Kontakt bereit; die Entscheidung des Arbeitgebers wird auf der Buchung dokumentiert. Ein Anspruch auf Bewilligung von Bildungsurlaub gegenüber dem Arbeitgeber lässt sich aus der Plattform-Nutzung nicht ableiten. Steuerliche Behandlung von Gutscheinen und Zuschüssen liegt in der Verantwortung des Arbeitgebers bzw. der Beteiligten.

Hinweis für Arbeitgeber-Organisationen: Das Arbeitgeber-Portal (EMPLOYER-Codes, Zuschüsse, Genehmigung) wird über die eigenständige Arbeitgeber-AGB geregelt. Dieser §9 beschreibt nur die Auswirkungen auf die Teilnehmer-Buchung.

§10 Verfügbarkeit, technische Störungen und Haftung

Die Plattform bemüht sich um eine möglichst hohe Verfügbarkeit, schuldet aber keine ununterbrochene Erreichbarkeit. Wartungsarbeiten, Sicherheits-Stops oder Drittanbieter- Ausfälle (z. B. Hosting, Stripe, E-Mail-Versand) können vorübergehend zu Einschränkungen führen.

Die Plattform ist Vermittler und nicht Vertragspartei der Kursvereinbarung. Sie haftet daher insbesondere nicht für:

  • Inhalt, Qualität, Anerkennung oder ordnungsgemäße Durchführung der vom Anbieter angebotenen Kurse,
  • falsche oder unvollständige Anbieter-Angaben in Kursbeschreibungen, Anerkennungs-PDFs oder Add-on-Beschreibungen,
  • Schäden aus höherer Gewalt, Pandemien, Streik oder behördlichen Anordnungen,
  • Entscheidungen des Arbeitgebers über Bildungsurlaub-Freistellungen.

Im Übrigen haftet die Plattform unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für die Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit sowie nach den zwingenden gesetzlichen Vorschriften (z. B. Produkthaftungsgesetz). Für leicht fahrlässige Pflichtverletzungen haftet die Plattform nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) und nur in Höhe des bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schadens.

Die Haftung der Plattform für reine Vermögensschäden ist – soweit gesetzlich zulässig – zusätzlich auf den Betrag der vom Nutzer im betreffenden Kalenderjahr an die Plattform gezahlten Plattformentgelte begrenzt. Ansprüche gegen den jeweiligen Anbieter aus dem Kursvertrag bleiben hiervon unberührt.

§11 Datenschutz

Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten – insbesondere zu Buchungen, Zahlungen, Chats, Off-Platform-Erkennung, Anerkennungs-Dokumenten und Cookies – sind in unserer Datenschutzerklärung beschrieben. Die Datenschutzerklärung ist Bestandteil dieser AGB; sie wird unabhängig von diesen AGB versioniert (siehe §13).

§12 Streitbeilegung

Verbraucherstreitbeilegung (§ 36 VSBG): Wir sind weder verpflichtet noch bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen. Dies gilt nicht, soweit eine gesetzliche Teilnahmepflicht besteht.

§13 Änderung der Bedingungen, Versionierung und Re-Akzeptanz

Diese AGB sowie die Datenschutzerklärung werden plattformseitig versioniert. Die jeweils gültige Version ist über die öffentlichen Rechtsseiten und über das Admin-CMS nachvollziehbar. Beim Aktivieren einer neuen Pflichtversion (Bumpen der required_version) wird der Nutzer beim nächsten Buchungsvorgang oder beim nächsten Login auf einen Re-Akzeptanz-Dialog hingewiesen.

Solange der Nutzer die jeweils aktuelle Pflichtversion noch nicht akzeptiert hat, kann die Plattform den Abschluss neuer Buchungen technisch blockieren (Fehlercode TERMS_VERSION_OUTDATED). Bestehende Buchungen, Chats und Auszahlungsansprüche bleiben hiervon unberührt.

Die Akzeptanz wird je Nutzer, Schlüssel und Versionsnummer dokumentiert (user_terms_acceptance) und kann auf Anfrage als Auszug bereitgestellt werden.

§14 Schlussbestimmungen, anwendbares Recht, Gerichtsstand

Es gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG) und der kollisionsrechtlichen Normen. Für Verbraucher innerhalb der Europäischen Union gelten ergänzend die zwingenden Schutzvorschriften des Mitgliedstaats ihres gewöhnlichen Aufenthalts.

Für Kaufleute, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen ist ausschließlicher Gerichtsstand der Sitz des Plattformbetreibers (Berlin).

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. An die Stelle der unwirksamen Regelung tritt diejenige zulässige Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.

Teilnehmer-AGB · Bi-Ber